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Tuareg Rallye 2011
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Topfgeldjaeger ZDF
Frauen an den Herd – oder lieber nicht?!?
Marion und ich haben es ausprobiert und gegen ein Maennerteam gekocht.
Wie das Duell der Geschlechter ausgeht koennt ihr Heute im ZDF verfolgen. Von 15:05-16:00 Uhr schwingen wir die Kochloeffel.
Ausserdem spannend: wer hat die groessere Klappe… Steffen – oder doch ich
Yeah…
die Jungs haben gewonnen und wir schwingen uns auf die Bikes
Last Tango
Gestern Abend noch eine letzte Milonga in Buenos Aires, ehe ich heute zurueck in die Kaelte fliege. Die Zeit ging so schnell vorrueber, grad haben wir noch silvester gefeiert, waren am Start ueber das Podium, kreuz und quer ueber die Anden, durch Argentinien und Chile, haben den geretteten Bergleuten die Hand geschuettelt und nun ist es schon wieder vorrueber. Ich bin enttaeuscht darueber, nicht auch das Podium im Ziel ueberquert zu haben, troestlich ist da nur, dass ich es nicht aendern konnte. Bad Luck, kein Fahrfehler und kein technisches Problem, das gehoert leider dazu und kann vorher nicht mit Plan B oder C erfasst werden. Der kleinste Stein aus Deutschland, der unbedingt in der Atacama Wueste bleiben wollte… ich kann ihn ja verstehen, einzig der gewaehlte Zeitpunkt haette guenstiger sein koennen. Mein Team ist zufrieden mit meiner Leistung, ich werde es sicher auch bald sein. Die Sherco war toll, im Gegensatz zu David hatte ich keine Probleme mit dem Getriebe. Ist schon unfair… Beim einzigen heilen Bike faellt die Fahrerin aus ;(
Wir haben viele tolle Fotos gemacht, die auch hier bald zu sehen sein werden. Bis dahin sortiere ich im Kopf meine Erlebnisse und ihr koennt die vielen Bilder der motorsportverrueckten Zuschauer in Suedamerika geniessen, die diese direkt in auf meine facebook pinnwand gepostet haben. Ich uebrigens auch, das Wifi der Tankstellen nach den special stages funktionierte immer viel zuverlaessiger, als im Bivouac.
Etappe 10
Nach der gestrigen , schoenen Dünen-Etappe hat es mich heute nach 180 km auf der Liaison erwischt. Kurz vor der Passkontrolle nach Argentinien auf 4.700 m, dem San Francisco Pass. Ich konnte kaum noch auf dem Moped sitzen, jedes Hueckelchen war zu spüren. Ich bin erst mal zur dort stationierten Ärztin. Diagnose unklar, irgendwas mit den Harnwegen. Problem… schlimmste Schmerzen, wie Messerstiche in den Unterleib. An weiterfahren gar nicht zu denken, vor allem, da nicht klar ist, woher die Schmerzen kommen. Schnelle Hilfe: Schmerzmittel-Injektion und krampflösende Tabletten. Fast Assistence für mein Bike: die Pressejungs von Chaleco, von denen sich einer auf die Sherco schwingt und die 300 km Asphalt ins Tal fährt und der andere sein Auto in einen Krankentransporter umfunktioniert und ich 3 Stunden ins Koma falle.
Etappe 8 – 10.01.2011
Etappe 8 – 10.01.2011 Antofagasta – Copiapo Platz 80 nach der heutigen Etappe! Mal wieder war es ueber Nacht eiskalt in der Wueste geworden, die Klamotten reichten nicht. Wahrscheinlich ist es grad selbst in Deutschland waermer, als hier morgens am Start. Der Fahrtwind kriecht in jede Ecke und bereits nach wenigen Kilometern saß ich wie ein Eiszapfen auf dem Mopped. Prompt kam ein netter Truckfahrer vorbei und schenkte mir einen weissen Maler-Overall Grösse XX-unendlich. Egal, gegen Wind und Kaelte war es ein optimaler Schutz. Weiter ging es, auch heute wieder mit defektem IRI und GPS durch abwechslungsreiches Gelaende. Am ersten Tankstopp gabs dann ein riesen Chaos, weil ungefaehr 100 Motorraeder Sprit brauchten und von Privatfahrern aufgehalten wurden. Die machten mega Stress und draengelten sich vor die Dakar-Fahrer. Der Witz dabei: sie hatten es eilig, weil sie zur Rally-Strecke wollten, um die Motorradfahrer rechtzeitig zu sehen. Die standen ja allerdings an der Tanke fest… Am nächsten Start wieder obligatorisches Schrauben am IRI Danach auf und davon durch eine Menge trockener Flussbetten, meine Handgelenke waren so durch, am liebsten haette ich sie heute abend auch von den Mechanikern wechseln lassen. Die insgesamt knapp 800 km heute waren insgesamt anstrengend, aber super cool zu fahren.

