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Viva la Mopped

Ray vom Xtreme-Project begleitete die Central Europe Rally auf Achse. Nebenbei hat er einige lustige Interviews mit seinem Handy gefilmt und sie bei Viva la Mopped ins Netz gestellt.
Die kann ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Ich bin wieder in der Rolle als die kleine Schwester von Horst Tappert…mit den dunklen Augenringen. In den Nebenrollen diverse Motorräder nebst Fahrern.
Ton: Originalrauschen und Nebengeräusche sind quasi aus dem wahren Leben. Vielleicht kann man so einen kleinen Puschel auch hier aufs Mikro bekommen. Da muss noch ein wenig getueftelt werden. Ansonsten ein Super Projekt mit einem ähnlichen Ziel wie in meinem Kalender: Dakar 2009. 

Afrikanischer Sprit in Ungarn

Die Autoprofis kann man live nur sehen, wenn man weit hinten faehrt…und so komme ich vielleicht auch zu ein paar Bildern aus dem Helikopter ;) Es ist irre, wie schnell die Jungs unterwegs sind und ueber die Piste fliegen. An der Spitze liegen nur Sekunden zwischen den Teams.

Morgen geht es in die letzte 157 km Speziale, dann wird sich zeigen, welche Farbe die Nase vorn hat.

Auch bei den Motorraedern ist es spannend. Einer der in die Top 10 gefahren ist, Rob Verstegen hatte heute ein wenig Pech mit dem Sprit und fiel mit stotterndem Motor und wenig Leistung ein wenig nach Hinten. Wie wir alle, die gemeinsam an der Tankstelle unsere Kanister gefuellt hatten. Bei den Jungs war das Mischungsverhaeltnis von altem und neuem Sprit grade noch so, dass die Bikes auch in der zweiten Pruefung des Tages noch liefen. Ich dagegen hatte nach dem Tankstopp fast nur noch das schlechte Zeug im Tank und kam auf dem Weg zum Start in die zweite Speziale grade noch 100 Meter weit. Dann ging nichts mehr. Mist. Richard hat sich ganz flink dran gemacht, den Fehler zu suchen. Kerze gewechselt, Vergaser ausgebaut und gereinigt…leider ohne Erfolg. Ich musste fuer Heute die Segel streichen. Eine Rueckfrage bei der Rennleitung ergab die Startfreigabe fuer die letzte Etappe, wenn wir es schaffen, das Problem zu beheben. Und dann kam quasi als gelber Engel Rob in seiner gelben Suzuki Jacke und erzaehlte von seinem stotternden Motor… Yippie!!! Mein Motorrad ist nicht kaputt, es braucht nur den richtigen Sprit. Den habe ich vorhin auf dem Weg zum Hotel besorgt.
Nun kann es wieder losgehen. Auf die Loesung waeren wir in Afrika sicher schneller gekommen ;)

Rund 30 Motorradfahrer sind bereits ausgefallen. Da macht es mir nichts aus, am Ende der Wertung zu fahren. Hauptsache heil ins Ziel. Morgen ueberqueren wir nach der Runde am Morgen dann noch das Podium in Balatonfueret und dann ist die Woche auch schon vorueber.
Vier verschiedene Strecken in 7 Tagen. Morgen fahren wir die Runde zur Abwechslung mal anders herum. Damit es nicht so langweilig wird ;)

WRC in Ungarn

Folgt den Pfeilen heisst es sonst manchmal. Hier heisst es: Folgt den Flatterbaendern und guckt ins nicht ganz fehlerfreie Roadbook und werft ne Muenze, wenn es nicht zusammen passt. Manch einer der schnellen Jungs am oberen Ende der Wertung faehrt gleich ganz ohne den laestigen Papierkram. Klappt offensichtlich auch ziemlich gut.
Morgen fahren wir wieder exakt die gleiche Runde wie Heute…und einen Teil auch schon Gestern. Damit es nicht langweilig wird erfaehrt man das eigentlich erst, wenn man das alte Roadbook schon in die Tonne gedrueckt hat. Auf den ersten Blick sieht es auch anders aus. Es hat ein neues Deckblatt ;) Also eigentlich WRC, Vollgas auf der ganzen Strecke. Ist ja auch nicht so lang. 157 km die lange Runde und 52 km die Kurze. Die meiste Zeit verbringen wir damit, uns am jeweils naechsten Start anzustellen.
Wenn die Orga nicht schon ein paar Rallyes organisiert haette koennte man denken, es handelt sich um einen Verein, der das zum ersten Mal macht…

Die Gegend hier um auf dem Balaton gefaellt mir super. Sicher koennte man mit ein wenig mehr Vorlauf auch fuer jeden Tag eine neue Runde zusammenstellen. Das Problem wird dann nur, vermutlich reicht das Flatterband nicht.

Bisher habe ich die Woche sturzfrei erlebt. Das geht leider nicht jedem so. Auf dem Weg zum Hotel sah ich den Besenwagen, der wieder einige Motorraeder huckepack hatte. 
Zwei von den deutschen Teilnehmern auf den Motorraedern haben auch schon den Heimweg angetreten. Schade. Gute Besserung an euch.

Erlebnisse bisher: ungeplante Stopps wegen vermutetem Spritmangel, der sich im Nachhinein als Vakuum im Tank durch ein geschlossenes Auslauf-Ventil herausstellte. Trotzdem, die zwei Liter, die mir die Forstarbeiter spontan spendierten brachte mich ins Ziel. Und das Ventil habe ich aussortiert.
Und heute dann tatsaechlich doch noch ein total leer gefahrener Tank 5 km vor dem Ziel…Mist. Meine Kleine hat richtig viel Sprit geschluckt und ich musste dann zu Fuss los, um an das ersehnte Ziel zu gelangen. Gluecklicherweise fand sich am Wegesrand eine kleine Flasche Sprit, deren Inhalt mich nach einem Sprint zurueck zum Bike (viel anstrengender als zu fahren…) auch ins Ziel brachte. Fuer die erste Etappe morgen frueh habe ich vollgetankt. 27 Liter. Sicher ist sicher. Alte Wuestenregel…wann auch immer es geht: Volltanken, Wasservorraete fuellen und Essen wenn es etwas zu essen gibt.

Das Ranking bei uns drei Maedels ist relativ einfach: Annie Seel ist weit an die Spitze vorgeprescht. Mirjam Pol und ich tummeln uns weiter hinten. Sie mit einigen Plaetzen Vorsprung auf mich.

Jetzt muss ich aber schnell ins Bett. Das Hotel ist schoen, aber 30 km vom Start entfernt. Das heisst wieder extra frueh aufstehen, um rechtzeitig am Start zu sein.

Fotos gibts, wie Marion schon schrieb bei Maindru zu sehen.
Ein Interview mit mir gibts wie ich hoerte bei Youtube.
Und auch hier bei www.Rallye-Adventure.de gibts Fotos von mir zu sehen.

Bilder Baja-Saxonia

Grade bekam ich eine Mail mit dem Link zu ein paar schönen Bildern vom Wochenende.
Mona hat sich an allen Tagen für uns an die Zuschauerpunkte begeben und ein paar tolle Schüsse gemacht. Abgerundet werden sie durch den live-bericht von Stefan Hessler.

Mehr lest und guckt ihr hier.

Die einzige Lady in Action…da spritzt sogar der Matsch ;)

Und auch auf der Veranstalter Seite gibts jetzt Bilder. Fahrer im idyllischen Schneegestoeber…

baja-saxonia

Die Braunkohle-Tagebauwerke im Osten lassen Enduro-Herzen hoeher schlagen, bieten sie doch unendliche Weiten offroad, die erkundet werden wollen.
Die erste BAJA-Saxonia bot uns an Ostern dieses Vergnuegen und bescherte uns 3 tolle Tage mit viel Offroad-Action. Morgens für die Motorräder und Quads, nachmittags für die Autos und LKW.
Am Freitag gab es eine 15 km Runde, die als Prolog für die Startaufstellung gefahren wurde. Hier konnte man unterschiedliche Taktiken beobachten. Die Einen wollten am nächsten Morgen unbedingt weit Vorn starten, die Nächsten landeten dort ausversehen und die ganz Hinten starteten waren entweder langsam oder clever ;)
Da ich mein Rallyemotorrad am Montag auf den Transport zur Tuareg-Rallye geben wollte -und auch tat- beschloss ich, mit der 250er zu fahren. Meine letzten Baja-Erfahrungen zeigten, entweder ist die ganze Wertungsstrecke mit Pfeilen ausgeschildert, oder es ist abgeflattert, auch wenn es hieß, es wird nach Roadbook gefahren, tatsächlich war es doch nicht so.
Also sparte ich mir die Bastelei, um an die Kleine eine Halterung zu bauen und fuhr den Prolog mit einem auf eine A4-Seite zusammengeklebten RB…eine kurze, einfache Runde, kein Problem.
Pfeile gab es nicht!!! Das könnte bei den WPs tatsächlich ein Problem werden, zumindest in der ersten Runde…Da die Runden an den nächsten beiden Tagen in der ersten Runde zu navigieren waren und danach immer wieder gefahren wurden, dachte ich mir ok., das wird schon gehen. Start war immer zu Zweit (übrigens um 5:45 Uhr in einen tollen Sonnenaufgang hinein), ich musste mich also an meinen Startpartner halten. Der bog schon am zweiten Bild falsch ab, ich ließ ihn fahren und fuhr nach Gefuehl und fand immer wieder Fahrer, die sich nicht sicher waren, wo es tatsächlich lang ging.
Ich hätte mir in den A… beißen können.
Interessante Technik, manche hatten Tripmaster und RB an völlig verschiedenen km-Ständen…dann kann man den Weg natürlich nicht finden…
Für mich ist jedenfalls klar, an die 250er muss unbedingt auch ein RB-Halter, so ging das überhaupt nicht. Thomas Schilcher hat den passenden zu dem Roadbook von MSA-Schilcher, das ich an der Großen fahre. Er war am Ende auch derjenige, der die geschickteste Taktik fuhr und den Sieg einheimste.

Nach der ersten Runde konnte ich dann endlich mein Tempo fahren. Die 35 km lange Strecke war abwechslungsreich und bot von allen Sorten Boden, schnellen und langsameren Passagen alles was man sich vorstellen kann. Schön wären ein paar lustigere Streckenabschnitte, z.B. Auf-und Abfahrten evt. mit einer Umfahrung gewesen, dann kann jeder den Schwierigkeitsgrad selbst noch ein wenig verändern.
  
Der Start am Sonntag morgen wurde am Abend bei der Fahrerbesprechung aufgrund des anhaltend schlechten Wetters schon um eine Stunde nach hinten verschoben, um am Morgen noch einmal verschoben zu werden. Neuschnee an Ostern, wie vorhergesagt, bot ein tolles Bild. Die Strecke wurde geändert, der Prolog wurde 6 Runden gefahren. Eine herrliche rutschpartie durch den Tagebau. Die geschlossene Schneedecke auf dem sand vermittelte fast das gefuehl auf einem weissen sandstrand zu fahren…fehlten nur die palmen und 25 grad…  In der zweiten Runde war es dann eine matschige Spur, da konnte sich wirklich niemand mehr verfahren ;)
4 km vor Ende der gesamten Strecke habe ich doch tatsächlich noch einen Hechtsprung in eine Stelle mit matschiger Schwarzerde gemacht. Murphys law…ich hatte mich schon gefreut sturzfrei übers WE gekommen zu sein.
Ich bin zufrieden mit meiner Platzierung in den Top 10. Viel schneller hätte ich nicht sein können.
Die weiteren Ergebnisse findet ihr hier .

Die Organisation hat ganz gut geklappt, die Streckenposten waren immer gut gelaunt und haben sich bei der arktischen Kälte für uns die Beine in den Matsch gestanden. Ein dickes DANKESCHÖN an euch!!!

Bilder…Am Sonntag Morgen -vor dem Rennen und knapp 2 stunden spaeter –

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Nachdem ich heute ca. 2 Std. gekärchert habe kann man auch das Bike wieder erkennen.
Man war ich froh, nicht mein Rallyemotorrad so eingematscht zu haben.
Ein Vorschlag fürs nächste Mal…Waschplatz im Camp. Der Tankstellenbetreiber wollte den Dreck nicht in seinem Ablauf haben. Und wenn man das Bike im Auto transportiert…im Matsch ist Wasser, das war genauso gefroren, wie das Wasser im Trinkrucksack…im Auto ist dann ganz schnell Tauwetter und es gibt ne riesen Sauerei…

mms.smil

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