Archive for the ‘Dakar 2011’ Category
Dakar Rally Team
Mein Sherco-Dakar Team
Die Rallye Sherco lief hervorragend, das Team hat tolle Arbeit geleistet und alles getan,
damit wir Piloten erfolgreich die Ziellinie überqueren können.
Leider hat das bei mir in diesem Jahr nicht geklappt, obwohl das Motorrad keinerlei Probleme verursacht hat und
ich nicht gestürzt bin und durch eine Verletzung nicht weiterfahren konnte.
Dass mich meine Nieren an der Weiterfahrt hindern könnten, auf die Idee war ich nicht gekommen.
Die schnellen Jungs aus meinem Team hatten viele Probleme mit dem Getriebe,
einem Zuliefer-Teil, dass offenbar nicht dem entsprach, das von David über das ganze Jahr erfolgreich
getestet wurde. Bedauerlich für Laurent Lazard, der dadurch sehr früh ausschied.
Gutes Training für meine Mechaniker, mussten sie doch dadurch häufiger als üblich die Motoren wechseln.
Last Tango
Gestern Abend noch eine letzte Milonga in Buenos Aires, ehe ich heute zurueck in die Kaelte fliege. Die Zeit ging so schnell vorrueber, grad haben wir noch silvester gefeiert, waren am Start ueber das Podium, kreuz und quer ueber die Anden, durch Argentinien und Chile, haben den geretteten Bergleuten die Hand geschuettelt und nun ist es schon wieder vorrueber. Ich bin enttaeuscht darueber, nicht auch das Podium im Ziel ueberquert zu haben, troestlich ist da nur, dass ich es nicht aendern konnte. Bad Luck, kein Fahrfehler und kein technisches Problem, das gehoert leider dazu und kann vorher nicht mit Plan B oder C erfasst werden. Der kleinste Stein aus Deutschland, der unbedingt in der Atacama Wueste bleiben wollte… ich kann ihn ja verstehen, einzig der gewaehlte Zeitpunkt haette guenstiger sein koennen. Mein Team ist zufrieden mit meiner Leistung, ich werde es sicher auch bald sein. Die Sherco war toll, im Gegensatz zu David hatte ich keine Probleme mit dem Getriebe. Ist schon unfair… Beim einzigen heilen Bike faellt die Fahrerin aus ;(
Wir haben viele tolle Fotos gemacht, die auch hier bald zu sehen sein werden. Bis dahin sortiere ich im Kopf meine Erlebnisse und ihr koennt die vielen Bilder der motorsportverrueckten Zuschauer in Suedamerika geniessen, die diese direkt in auf meine facebook pinnwand gepostet haben. Ich uebrigens auch, das Wifi der Tankstellen nach den special stages funktionierte immer viel zuverlaessiger, als im Bivouac.
Etappe 10
Nach der gestrigen , schoenen Dünen-Etappe hat es mich heute nach 180 km auf der Liaison erwischt. Kurz vor der Passkontrolle nach Argentinien auf 4.700 m, dem San Francisco Pass. Ich konnte kaum noch auf dem Moped sitzen, jedes Hueckelchen war zu spüren. Ich bin erst mal zur dort stationierten Ärztin. Diagnose unklar, irgendwas mit den Harnwegen. Problem… schlimmste Schmerzen, wie Messerstiche in den Unterleib. An weiterfahren gar nicht zu denken, vor allem, da nicht klar ist, woher die Schmerzen kommen. Schnelle Hilfe: Schmerzmittel-Injektion und krampflösende Tabletten. Fast Assistence für mein Bike: die Pressejungs von Chaleco, von denen sich einer auf die Sherco schwingt und die 300 km Asphalt ins Tal fährt und der andere sein Auto in einen Krankentransporter umfunktioniert und ich 3 Stunden ins Koma falle.
Dakar “unfreiwillig” beendet
Hallo Dakar-Fans,
leider gibt es schlechte Neuigkeiten. Tina ist nach der heutigen Verbindungs-Etappe nicht an den Start der Sonderprüfung gegangen.
Live von der Facebook-Seite:
Tina Meier
“I just quit the race. “colicos urinales” no idea for the translation… But in short words…already on the liaison on the tarmac it felt with each little wave like a knife in my belly. No chance for offroad ;(( FUCK the doctor gave me injections with painkillers but i dont feel any better. Now i am at the start of the special at fiambala and watch the cars and trucks – that sucks.”
“After crash my head, bronchitis, altitude sickness and diarrhoe now the next one… ;(”
“But the sherco was great to ride. No problems at all.”
Wir sind trotzdem SUPER STOLZ auf Tina, daß sie es soweit geschafft hat!
Sobald es Neuigkeiten gibt, melde ich mich wieder.
Marion
Etappe 8 – 10.01.2011
Etappe 8 – 10.01.2011 Antofagasta – Copiapo Platz 80 nach der heutigen Etappe! Mal wieder war es ueber Nacht eiskalt in der Wueste geworden, die Klamotten reichten nicht. Wahrscheinlich ist es grad selbst in Deutschland waermer, als hier morgens am Start. Der Fahrtwind kriecht in jede Ecke und bereits nach wenigen Kilometern saß ich wie ein Eiszapfen auf dem Mopped. Prompt kam ein netter Truckfahrer vorbei und schenkte mir einen weissen Maler-Overall Grösse XX-unendlich. Egal, gegen Wind und Kaelte war es ein optimaler Schutz. Weiter ging es, auch heute wieder mit defektem IRI und GPS durch abwechslungsreiches Gelaende. Am ersten Tankstopp gabs dann ein riesen Chaos, weil ungefaehr 100 Motorraeder Sprit brauchten und von Privatfahrern aufgehalten wurden. Die machten mega Stress und draengelten sich vor die Dakar-Fahrer. Der Witz dabei: sie hatten es eilig, weil sie zur Rally-Strecke wollten, um die Motorradfahrer rechtzeitig zu sehen. Die standen ja allerdings an der Tanke fest… Am nächsten Start wieder obligatorisches Schrauben am IRI Danach auf und davon durch eine Menge trockener Flussbetten, meine Handgelenke waren so durch, am liebsten haette ich sie heute abend auch von den Mechanikern wechseln lassen. Die insgesamt knapp 800 km heute waren insgesamt anstrengend, aber super cool zu fahren.









