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Merzouga Dünen

Meine kurze Co-Piloten-Karierre wurde Heute schon kurz unterbrochen…ich war soooo seekrank. Bis km 4o haben mich die Tabletten noch gerettet, dann war es vorbei. Und bis zum Ende der Runde habe ich nur gespuckt. So schlecht war mir das letzte Mal bei der Fährüberfahrt von Spanien nach Marokko vor 2 Jahren. Und ähnlich schwer war “die See” Heute, die Dünen in Merzouga im Auto sind nix für meinen Magen.
Edo habe ich dann allein weitergeschickt, auf dem Bike müssen wir ja auch immer allein navigieren.

Morgen werde ich es wieder versuchen, 4 Runden Motocross…vielleicht sind die Dünen dann etwas sanfter und mein Magen rebelliert nicht wieder.
Spätestens übermorgen geht es wieder über gemixtes Terrain gen Norden. Die Pisten liegen mir offenbar eher.

Morgen Nachmittag werde ich die Rallye KTM von Miran Stanovnik testen. Ab in die Dünen mit dem großen Bike…vielleicht nur mit halbvollen Tanks ;) Ich freue mich schon sehr darauf, sie zu fahren. Und die Dünen auch mal zu geniessen.

Das Miran und das Bike es wirklich können haben wir Heute wieder erleben dürfen, lässig hat er die Königs-Etappe gewonnen.
Zweiter wurde Ingo Waldschmidt aus Namibia. Er hat mich im letzten Jahr auf der zweiten Etappe der Dakar beim Kicken meiner defekten Yamaha unerstützt.

Thomas Kleinwächter ist in diesem Jahr auf dem Bike dabei und mischt das Feld ordentlich auf. Gestern hat er die Etappe locker für sich entschieden, obwohl er von weit hinten starten musste.

Ich bin schon sehr gespannt, wer am Ende das Rennen für sich entscheidet, “to finish first you have to finish first” – wie es hier so schön heißt.

Achterbahnfahrt in den Duenen

Die heutige Etappe brachte uns durch drei verschiedene Ergs. Die kleinen direkt nach dem Start waren – wie immer – die mit dem weichsten Sand. Da haben wir uns einen sehr attraktiven Camelgrasbusch zum Verweilen ausgesucht. Schaufeln muss man ja auch mal ueben ;)
Leider haben wir kein Luftdruck-Reguliersystem im Auto…wir muessen immer raus, um Luft abzulassen oder wieder aufzufuellen…das dauert…ausserdem hat unser Auto ein nicht blockierbares Differenzial, was die Duenenquerungen nicht einfacher macht. Hängt ein Rad in der Luft dreht sich das andere nicht mehr ;(
Aber insgesamt war es trotz der kurzen Zwischenstopps eine schöne Etappe. Abwechslungsreiche Landschaft, Oasen und wieder viel Grün. Meine Reisetabletten haben mich ueber den Tag prima uebelfrei gehalten, trotz der Achterbahnfahrt. Erst ganz kurz vor dem Ziel wurde mir ein wenig flau in der Bauchgegend und ich war froh, als ich die Zielflagge sah.

Da die Etappe gestern später als geplant begann und viele Teilnehmer nach Einbruch der Dunkelheit geborgen werden mussten, gibt es erst Heute Abend die aktuelle Wertung.

In Missor empfingen uns unsere marokkanischen Mechaniker mit weissen Arbeitsoveralls…die Herren Doktore…leider sahen sie, wie zu erwarten, nur ca. 3 Minuten gut aus, danach waren sie mit rotbraunen Matschstreifen verziert. Auch die Disko-Schuhe waren ein echter Hingucker ;)

Car-Doctor

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dromedare

Rallye Co-Pilot

Das riesige Starterfeld der diesjaehrigen Tuareg-Rallye ist in Merzouga eingetroffen…und ich habe meine ersten Erfahrungen als Co-Pilotin im Auto hinter mir. Einschliesslich der ersten kleinen Erg-Querung.
Und – Pharmacie sei Dank – ohne Spuck-Stopp ;) Oder es liegt an Edos Fahrweise, ich werde es allerdings nicht ohne Tabletten versuchen. Ich hasse es, wenn mir uebel ist.

Der erste Tag nach der ruhigen Faehrueberfahrt war mit vielen Flaechen verbunden, ich habe mit dem Trip rumprobiert, denn die angezeigten Kilometer waren zu wenig und es passte nicht zu den Roadbookangaben. Vom Bike gewoehnt habe ich mit kleinen Schritten versucht die Abweichung zu beheben…ohne Erfolg…groesser, kleiner, wieder noch groesser…nix.
Aber Heute, endlich, mit 243 war ich endlich perfekt im Trip…anstatt 2 oder 3 groesser waren es 30 mehr.  Und somit konnten wir Heute ein wenig mehr Gas geben.
Die Cockpit Postition ist ungewohnt passiv, aber ok, Im Vorbeifahren die Motorbike-Profi Extraloops anzusehen faellt mir allerdings sehr schwer. Da ueberkommt mich die Sehnsucht, meinen Sitzplatz gegen die harte Motorradsitzbank zu tauschen.

Morgen kommen mehr Duenen, 3 Ergs, Edo freut sich schon sehr, ich bin noch nicht sicher…staendig lauert die Seekrankheit, der ich ein Schnippchen schlagen moechte.
Edos Fahrweise ist angenehm, er hat noch keine Schaeden ueber Intercom erlitten…kein Gekreische uebers Mikro. Was aber spaetestens in den Duenen noch kommen kann.
Besonders genossen habe ich wieder die Landschaft, Marokko im Fruehling ist einfach traumhaft. Es hat viel geregnet, was bedeuted, es gibt viel Gruen. Aber auch viele Schaeden, an den Pisten und Flusseberquerungen. Heute Morgen musste der Start in die Speziale verlegt werden, da die Bruecke in Missor ueber Nacht weggespuelt war. Gestern Abend war sie noch befahrbar, kaum wartet man ein paar Stunden und Kubikmeter Wasser, schon ist das Fundament weggespuelt.
Das komplette Fahrerfeld im Convoi zum Start zu sehen war beeindruckend, nomalerweise sieht man immer nur einen Teil davon. 200 Motorraeder sind hier in diesem Jahr am Start, aufgeteilt in Profis und Amateure, auf groessen Rallyebikes, Zweizylindern und leicht modifizierten Enduros.
Bei den Autos kenne ich mich noch nicht so aus ;) ueber die Woche werde ich es sicher noch lernen…

Die Navigation ist fuer mich deutlich leichter, als auf dem Bike, da ich viel mehr Zeit dafuer habe. Und es gibt nicht andauernd etwas anzusagen, viele Bilder, die gradeaus zeigen waehrend man auf der Hauptpiste bleiben soll, koennte man einfach weglassen…15 km der Hauptpiste folgen…dazwischen gucken, ob Gefahrenstellen kommen, da nur die besonders gefaehrlichen im Roadbook angegeben sind.

Results kommen Morgen, Heute sind noch nicht alle Teilnehmer im Ziel angekommen.

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